06. November 2017

Die Abschaffung der Frau

Es geht beim jetzt auch bei uns voll losgebrochenen Anti-Sexismus-Tsunami namens #MeToo gar nicht (nur) um eine Attacke gegen Männer, die sich angeblich oder auch wirklich ungebührlich und zudringlich benehmen, sondern es geht dabei im Grunde vielmehr um die Abschaffung der Frau. Nach der Vorstellung von diversen bekannten US-Schauspielerinnen, nach dem Willen der ewig empörten Feministinnen und den Meinungen der vielen, brav den Aussagen der Erstgenannten hinterherschreibenden Redakteurinnen soll sich "Frau" den Mann einfach nicht mehr gefallen lassen. Und das geht am besten, wenn sie selber eine Metamorphose durchläuft.

Der Ausbruch

Die Frau möge sich jetzt bitte endlich aus ihrer archaischen Rolle als Umworbene, Begehrte und Ersehnte herausbewegen und jegliche Avancen und Annäherungsversuche eines Mannes als klagbaren Affront werten. Jeder von einem Mann getätigte Körperkontakt muss ab sofort auf seine juristische Konsequenzen geprüft werden, denn die Frau soll nicht länger das zunächst von der Natur geschaffene und danach von der Kultur weiterentwickelte schwache Geschlecht darstellen, das der gesellschaftlich passive Adressat aller männlichen Interessen ist.

Ob bei der Verwandlung der Frau alle weiblichen Attribute, welche die Attraktivität von Frauen steigern sollen und signalhafte Wirkung haben (wie Figur, Bewegungsmuster, Schminke, Frisur, Kleidung, High Heels usw.) ebenfalls abgeschafft werden, ist noch nicht ganz klar, die Metamorphose beginnt ja erst.

Die Frau muss nach dem Willen jener Frauen, die ständig für die anderen Frauen denken und sprechen, ohne sie je gefragt zu haben, diese Frau soll also heute die ihr über Jahrtausende kulturell angestammte Rolle endgültig neu definieren. Dafür ist es zunächst Bedingung, die Männer in Schach zu halten und deren Verhaltensweisen pauschal als üblen Machismus zu denunzieren. Diese Meinungsbildung gelingt natürlich am besten in den Medien.

Die lächerlichen Feministen

Erstaunlicherweise haben die zum Kampf blasenden feministischen Bataillone auch männliche Mitstreiter gefunden: In den Social Media und auf den Kommentarseiten verschiedener, sich für progressiv haltender Zeitungen tummeln sich willfährige "Männer", die den Frauen in ihren neuen Ansprüchen gerecht werden wollen und eunuchenhafte Darstellungen ihres eigenen, ehemals starken Geschlechts entwerfen. Öffentliche, am eigenen Leib durchgeführte virtuelle Entmannungen sind in manchen Medien nicht mehr die lächerlich-peinliche und skurrile Ausnahme, sondern schon haarsträubender Alltag.

Die Instrumentalisierung und Knebelung des Mannes durch die Frau läuft - und die meisten Männer schauen dem Treiben (noch?) konsterniert zu. Indem die Frauen sich zuerst auf die wirklich unguten Typen (wie Vorgesetzte, die ständig zudringlich werden) konzentrieren, vermitteln sie sublim die Botschaft an alle Männer: "Nehmt euch in Acht, in jedem von Euch steckt ein Harvey Weinstein - und ob eine intim werdende Situation uns als Frauen passt oder nicht, das entscheiden wir nicht sofort, sondern immer erst später, oft viel später. Damit haben wir Euch in der Hand, ihr Männer."

Doch das Ziel ist die Frau selber: Über diese dauernd getrommelte Botschaft an das Feindbild Mann soll sich die Rolle der Frau nachhaltig ändern. Was eine lange kulturelle Entwicklung genoss, soll nun von Hollywood aus mit Furor und möglichst rasch zu einer neuen Dimension gelangen. Die Vorzüge und Vorteile des bisherigen Daseins als Frau brauchen hier nicht geschildert zu werden, die sind allseits bekannt - und man muss auch nicht die Regulative des traditionellen Werbens und Hofmachens anführen, auch die sind Allgemeinwissen. Aber diese Dinge sollen bald Geschichte sein, denn die neue Frau will etwas ganz anderes.

Die dritte Welle

Getreu der feministischen Irrlehre, die sich in den letzten Jahren als "Third-Wave-Feminism" neu etablierte, wird nun versucht, die Grenzen der Geschlechter und vor allem deren fundamentale Definitionen niederzureissen. Alles soll gleich und jegliche Herrschaft soll abgeschafft werden. Dazu gehört, dass regelhaft auch die Einbeziehung von Rassismus- und Homosexuellen-Debatten erfolgt, denn im Bereich der Ethnizität und der geschlechtlichen Orientierungen soll ebenfalls grenzenlose Gleichheit hergestellt werden. Das gehört alles zusammen und ist das Paket, das uns als die "Brave New World" schmackhaft gemacht werden soll.

Die abwertende und verächtliche Bezeichnung "mächtige, alte weiße Männer" ist dafür in die Debatte eingeführt worden: Damit sind alle gemeint, die in irgendeiner Weise traditionell denken oder konservative Vorstellungen von Frauen, Müttern und Familien haben. Auch Politiker, die an gewachsenen Begriffen wie "Nation" festhalten, werden in denselben Topf geworfen, denn das hängt aus Sicht der Feministinnen alles zusammen und muss weg.

Man will diese Meinungen und Haltungen ausgrenzen, weil modern und gut ist nur das postmoderne Frauenbild, das es nun umzusetzen gilt. Sind erst einmal alle alten weißen Männer zum Verstummen gebracht, kann sich die neue Amazone ihrer rücksichts- und grenzenlosen Selbstverwirklichung widmen.

Am Ende kommt es anders

Allerdings ist das alles noch graue Theorie und höchstens in den Hochglanz-Magazinen und Talk-Shows Realität. Die Frauen, die nicht so denken wie die fragwürdigen Weinstein-Opfer und deren laute Anhängerschaft, bilden bei weitem die Mehrheit. Man hört noch relativ wenig von ihnen, weil sie aus dem Kopfschütteln über ihre Geschlechtsgenossinnen nicht herauskommen. Sie werden aber stärker auftreten und die degenerativen Entwicklungen, die zur Abschaffung der Frau führen sollen, mit Sicherheit zum Stillstand bringen. Mutige Frauen wie die Schauspielerin Nina Proll oder die deutsche Autorin Birgit Kelle haben hier die Vorkämpferinnen-Rolle bereits übernommen.

Vergewaltigte Mutter: „Das Baby zu töten macht es schlimmer” - https://www.gloria.tv/article/Mf8rQK2BhqSP2oRCzhNxgJcMR

Größtes Massengrab abgetriebener Kinder ist in Wiesbaden https://www.katholisches.info/2017/11/groesstes-massengrab-abgetriebener-kinder-ist-in-wiesbaden/

Wir waren dort und haben die Ungeborenen und Getöteten Babies geweiht und getauft

Europa

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Mehrheit der Mitteleuropäer gegen EU-Migrationspolitik

05. 12. 2017

Die Mehrheit der Mitteleuropäer lehnt die Migrationspolitik der Europäischen Union ab, und mehr Menschen in der Region unter­stüt­zen die unga­ri­sche Politik, als sich ihr ent­ge­gen­zu­stel­len, wie eine kürz­lich vom Nézőpont-Institut, einer in Budapest ansäs­si­gen regie­rungs­na­hen Think Tank durch­ge­führte Umfrage zeigt.

Die in elf Ländern, dar­un­ter Österreich, Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei und Slowenien, durch­ge­führte Umfrage ergab, dass 74% der Befragten die aktu­elle euro­päi­sche Politik als schlecht für Europa betrach­ten. Ungarn und Slowaken sind beson­ders gegen die Migration von außer­halb des Kontinents, so sind 89% der Befragten nega­tiv ein­ge­stellt. Die Tschechen und Bulgaren fol­gen mit jeweils 88% und 80%. Sogar 63% der Österreicher und 58% der Deutschen gaben an, Migration sei ins­ge­samt eher schlecht als posi­tiv für Europa.

44% sag­ten, dass sie die Migrationspolitik der unga­ri­schen Regierung unter­stütz­ten, und 40% sag­ten, dass sie sich ihnen wider­setz­ten. 78% der Menschen in den Visegrád-Ländern Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei erklär­ten, gegen die obli­ga­to­ri­sche Migrationsquote zu sein.

Insgesamt 56% der Befragten der Visegrad-Gruppe gaben an, dass sie die Politik der unga­ri­schen Regierung unter­stütz­ten und nur 32% sag­ten, dass sie sich ihnen wider­setz­ten. Österreicher (65%) und Deutsche (55%) waren am stärks­ten gegen die Migrationspolitik der unga­ri­schen Regierung. Die Umfrage wurde tele­fo­nisch mit einer reprä­sen­ta­ti­ven Stichprobe von 1.000 Personen pro Land zwi­schen dem 26. September und dem 27. Oktober durch­ge­führt

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Warum nur vertreiben Papst und Bischöfe die Christen?

02. Januar 2018 00:24 | Autor: Andreas Unterberger
Bereich: Tagebuch

Papst, Kardinal und die diversen evangelischen Bischöfe sowieso: Sie alle haben mit ihren Neujahrsansprachen gezeigt, dass sie die größte Gefahr für die Zukunft ihrer Kirchen nicht begreifen. Ja, dass sie sogar alles tun, um diese Gefahren zu vergrößern. Nicht nur durch das Wort, sondern wie die letzten Tage erst gezeigt haben, auch sehr konkret durch die Tat.

Die Krise der Kirchen war ja schon länger zu sehen. Ihr Kern lautet auf den Punkt gebracht: Die Amtskirchen marschieren in ihrer Mehrheit scharf nach links, während sich die Gläubigen in ihrer großen Mehrheit nach rechts wenden.

Das konnte man z.B.  auch daran sehen, dass sich etwa die konservativeren Teile der katholischen Kirche von Heiligenkreuz bis zum Opus Dei eines starken Andrangs erfreuen können, während die Amtskirche und ganz besonders die stark links orientierten Orden wie etwa die Jesuiten vielerorts von rapider Ausdünnung, Überalterung und Nachwuchsmangel bedroht sind.

Lediglich priesterlicher Nachwuchs aus den christlichen Teilen Afrikas und den zwei katholischen Regionen Indiens kann vielerorts den Kollaps verhindern (nachdem in den letzten Jahren auch der Priesternachwuchs aus Spanien und Polen versiegt ist, der in den Jahrzehnten davor den Absturz der Priesterzahlen abgemildert hat). Diese Importe helfen freilich nur statistisch: In der Seelsorge sind Priester, deren Deutsch kaum verständlich ist, weitgehend irrelevant.

Die protestantischen Kirchen Europas haben eine ähnliche Krise schon viel früher und noch viel intensiver erlitten. Ihnen hat weder des Fehlen des Zölibats geholfen noch die Einführung des Frauenpriestertums (was ja beides innerhalb der katholischen Kirche von manchen als Zaubermittel in der Not angesehen wird).

Den Protestanten hat zusätzlich geschadet, dass die katholische Kirche selbst in vielem protestantischer geworden ist. Dass Unterschiede nur noch mit der Lupe erkennbar sind. Wie man retrospektiv feststellen muss, hat das Aneinanderrücken beiden Kirchen nicht genutzt. Offenbar waren die Zeiten des pluralistischen Wetteiferns, wer denn die besseren Christen wären, für beide Seiten viel fruchtbarer (was natürlich weder Glaubenskriege noch Katholikenverfolgung noch Protestantenverfolgung meint oder gar rechtfertigt).

Auch die beliebte Erklärung, dass die Kirchenkrisen nur mit dem steigenden Wohlstand zu tun haben, greift zum Teil zu kurz. Denn es gibt ja Staaten wie die USA, die trotz eines weltweit führenden Wohlstandes ein hohes Ausmaß an Religiosität zeigen.

Aber auch in Amerika stecken Protestanten wie Katholiken in einer ähnlichen Krise. Gleichzeitig aber ist dort binnen kurzer Zeit eine ganz neue christliche Richtung rasant angewachsen: die der sogenannten Evangelikalen. Es würde jetzt den Rahmen dieses Textes sprengen, diese – auch in ihrer Vielfalt – darzustellen oder gar zu bewerten. Weitgehend gemeinsam ist diesen Bewegungen aber jedenfalls, dass sie sich nicht gegen eine der traditionellen Kirchen stellen, dass sie ein zu direkter Religiosität neigendes Verständnis vom Christentum haben, und dass sie politisch ganz eindeutig konservativ und etwa auch der größte Rückhalt von Donald Trump sind.

Besonderen Zulauf dürften die evangelikalen Gruppen und Freikirchen nun auch in Europa rund um das Thema Völkerwanderung und Massenmigration finden. Denn immer mehr Christen fühlen sich von ihren bisherigen Kirchen alleine gelassen und suchen Heimat, Orientierung und Identifikation. Die traditionellen Kirchen haben weitgehend vergessen, dass sie immer dann am erfolgreichsten waren, wenn sie in den Augen der Menschen Hand in Hand mit der nationalen Identität auftraten. In Polen, Kroatien oder der Slowakei ist der europäische Katholizismus heute genau deshalb am stärksten von allen Nationen, weil er immer an der Seite des Volkes gegen Fremdherrschaft gestanden ist.

Gruppen-Identität – seit dem 19. Jahrhundert meist zum nationalen Zugehörigkeitsgefühl geworden – und Heimat-Bindung sind ganze starke Konstanten der menschlichen Psyche. Und kluge Kirchen sind daher immer auch in dieser Hinsicht an der Seite der Menschen gestanden, weil sie diesen geistliche, geistige und nationale Heimat, weil sie ihnen Halt geben wollen.

Das wollen viele in den heutigen Kirchen nicht mehr. Oder sie begreifen die Notwendigkeit nicht. Wenn es jetzt gerade katholische und protestantische Funktionsträger sind (unter der Flagge der Bewegung San Egidio), die jetzt zusammen mit einem linken und vor einer schweren Wahlniederlage stehenden italienischen Innenminister begonnen haben, zu Tausenden Afrikaner per Flugzeug nach Europa zu schaffen, dann verschrecken sie Millionen Christen. Diese spüren instinktiv: Da will ihnen jemand die Heimat nehmen. Und sie stellen sich die Frage: Können Kirchen, die das oft nicht nur stillschweigend mitansehen, sondern sogar noch aktiv beschleunigen, noch meine Heimat sein?

Aber die katholisch-protestantischen Migrantenimporteure agieren mit allerhöchstem Segen. So hat der Papst zu Neujahr neuerlich zu verstärkten Anstrengungen bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten aufgerufen. Das ist nicht gerade das, was die Mehrheit der Katholiken als gut oder gar sinnvoll erachtet.

Spricht doch der Papst dabei sogar ausdrücklich neben "Flüchtlingen" auch von "Migranten", also damit von jenen, die gar keiner unmittelbaren persönlichen Verfolgung entkommen müssen.

Er begreift nicht, dass die Millionen, die – nicht zuletzt aus Verschulden Italiens – schon nach Europa gekommen sind, ein völlig unbewältigtes und explosives Problem darstellen, das Europa so verändern wird wie zuletzt die beiden Weltkriege und wie die roten wie braunen Totalitarismen. Und das will der Papst also noch "verstärken".

Er begreift auch nicht, dass der Ruf nach "Integration" absurd ist, wenn ein starker Teil der Gekommenen sich nicht primär selber integrieren will oder zumindest keinerlei Anstrengung in diese Richtung unternommen hat. Von den Moslems, die durchaus offensiv eine Islamisierung Europas (und damit Entchristlichung) wollen, gar nicht zu reden.

Und erst recht liegt der Papst voll daneben, wenn er in seiner Neujahrsrede so tut, als ob die Menschen auf der Suche nach Frieden gekommen sind. Denn inzwischen ist praktisch keiner der nach Europa Kommenden ein Kriegsflüchtling (ganz abgesehen davon, dass auch die einstigen Flüchtlinge aus dem heute praktisch zum Stillstand gelangten Syrienkrieg spätestens ab Betreten der Türkei keine Kriegsflüchtlinge mehr gewesen sind und dass Krieg auch gemäß dem von Gerichtshöfen ohnedies extensiv interpretierten Völkerrecht nur vorübergehenden Schutz zur Folge hat).

Die traurigen Gefühle, die die päpstliche Botschaft auslöst, werden durch die des Wiener Kardinals noch verstärkt. Das Wort Asyl dürfe nicht zu einem Schimpfwort werden, forderte Christoph Schönborn zum Jahreswechsel. Er begreift offenbar nicht, dass das schon längst passiert ist. Er begreift nicht, dass jedes Gute in der Welt durch ein "Nimis", durch ein Zuviel zum Negativum werden kann, wie schon die Antike wusste. Und durch millionenfachen Missbrauch erst recht.

Natürlich ist Asyl, wenn man es in der ganz klaren Definition der Flüchtlingskonvention versteht und nicht überinterpretiert, etwas Gutes. So wie Essen, Trinken, Sport, eine Arznei und vieles Andere. Aber alles kann vom Segen zum Fluch werden. Und auch ein österreichischer Bischof müsste eigentlich erkennen,

dass dieser Wendepunkt bei der Völkerwanderung längst erreicht worden ist,

dass es ein seltsames Engagement eines Oberhirten ist, an der Zerrüttung und Destabilisierung seiner Diözese führend mitzuarbeiten,

dass es auch ethisch viel sinnvoller wäre, die vielen Milliarden Euro an Asylantenkosten besser vor Ort einzusetzen, womit man viel mehr Menschen helfen könnte (wobei die beste Hilfe freilich eindeutig globaler Freihandel und rechtsstaatliche Strukturen im Lande sind),

dass ein Bischof seine Gläubigen zutiefst entfremdet, wenn er – ohne jedes Wort der Kritik – offen ankündigt, dass in Zukunft weitere "enorme Migrationsströme" kommen werden.

Wenn Schönborn dann in der gleichen Ansprache den ersten österreichischen Nachkriegsbundeskanzler mit "Glaubt an dieses Österreich!" zitiert, dann kann das eigentlich nur noch als zynisch empfunden werden.

Interessant ist freilich, dass die übrigen österreichischen Bischöfe – mit Ausnahme des ganz besonders radikal ins Flüchtlingshorn blasenden neuen Innsbrucker Bischofs Glettler – diesem zentralen Thema weitgehend aus dem Weg gegangen sind. Das zeugt zwar auch noch von keinem besonderen Mut, aber doch von einem gewachsenen Ausmaß an Klugheit und Weisheit.

Wirkliche neue Kraft wird die Kirche erst dann gewinnen, wenn sie sich wieder mutig und weise an die Seite ihrer Gläubigen stellt. Was ihr großes Erfolgsrezept durch die Jahrtausende gewesen ist. Was in der Kirche viele wissen, sich aber nur wenige zu sagen trauen.

30. Dezember 2017

Die Sozialdemokratie hat ihren Namen verwirkt

Die Sozialdemokraten hießen nicht immer so. Sie wählten diesen Namen, um nicht mit ihren Cousins, den Sozialisten des Ostens, die in Wirklichkeit totalitäre Kommunisten waren, verwechselt zu werden. In Österreich erfolgte die Umtaufe der SPÖ im Jahre 1981. Vorher waren die Roten auch bei uns einfach nur "Sozialisten". Das hätten sie bleiben sollen, es wäre ehrlicher gewesen.

Demokratie und links: Ein NoGo

Denn mit der Demokratie haben die Sozialdemokraten nicht viel am Hut, das haben die Reaktionen auf die letzte österreichischen Nationalratswahl bewiesen. Seit wir eine Mitte-Rechts-Regierung haben, sind die Roten aus dem Häuschen. Die Oppositionsbank ist offenbar äusserst unbequem. Vor allem, wenn man dort jahrelang nicht gesessen ist. Die Sozialdemokraten können die lupenrein demokratisch über die Bühne gegangene österreichische Wahl und den Regierungswechsel nicht verkraften, denn nach der sozialdemokratischen Weltsicht steht nur den Roten das Recht auf Regierung zu. Diese Meinung kann man natürlich vertreten, sie ist aber nicht demokratisch, sondern eben totalitär - wie Linke in Wirklichkeit sind. Sie sollten dazu stehen. Soviel politische Ehrlichkeit kann man auch von Linken verlangen.

Das Rote Europa kreischt

Dasselbe gilt für die anderen Sozialdemokraten in Europa, die Österreich wieder einmal unter Beobachtung stellen wollen und höchstgradig besorgt und irritiert sind, weil bei uns die FPÖ in der Regierung ist. Das sehen die Roten Demokraten in vielen EU-Ländern gar nicht gerne - demokratische Wahl hin oder her. Denn auch für die Internationalsozialisten gilt, dass sie im Grunde eine totalitäre Weltsicht vertreten und alles, was rechts ist, nach der linken Meinung kein Anrecht hat, regieren zu dürfen. Die Moral ist nach deren Meinung links und nur links ist die Demokratie.

Weil das natürlich sachlich grundfalsch und definitiv antidemokratisch ist, sollten wir alle, die wir noch mitdenken können und der echten Demokratie verpflichtet sind, darauf drängen, dass die Roten sich wieder als das bezeichnen, was sie sind: Simple Sozialisten mit totalitärem Anspruch.

"Gehirnwäsche" nun auch offiziell Mittel der Klimapropaganda (und zwar im Vatikan)

03. Dezember 2017 06:45 | Autor: Wolfram Schrems

3 Kommentare

Lesezeit: 5:30

Nun ist die Katze aus dem Sack: Um die Leute zum Glauben an den "menschengemachten Klimawandel" zu bringen, braucht es – wörtlich – eine "Gehirnwäsche". Was dem kritischen Beobachter angesichts der allgegenwärtigen Klimahysterie ohnehin klar war, wird nun nicht durch einen verstockten "Klimaleugner", sondern durch einen fanatischen Propagandisten dieser Ideologie selbst bestätigt. Getätigt wurde dieses Eingeständnis zu allem Überfluss ausgerechnet im Vatikan.

Kalifornischer Gouverneur auf den Spuren von George Orwell

Nach einem Bericht von Lifesitenews.com vom 15. November (https://www.lifesitenews.com/news/at-vatican-conference-california-governor-says-brainwashing-needed-on-clima) sprach der kalifornische Gouverneur Edmund Gerald ("Jerry") Brown (Demokratische Partei) bei einer von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften organisierten Klimakonferenz im Vatikan am 4. November.

"Auch in den höchsten Kreisen verstehen es einige Leute immer noch nicht", zitiert der Bericht den Gouverneur. "Es ist nicht bloß eine leichte Spülung", die vonnöten sei. "Wir benötigen eine totale – würde ich sagen – ‚Gehirnwäsche‘. Wir müssen unser Gehirn auswaschen, um die Welt ganz anders wahrzunehmen."

Da sein Seitenhieb auf Präsident Trump die erwartete Zustimmung erhielt, setzte er seine Klimawandel-Predigt mit religiöser Inbrunst und theologischem Vokabular, also fast wie ein barocker Bußprediger, fort:

"Wenn nur Trump das Problem wäre, würden wir es lösen. Aber das ist nicht unser einziges Problem. Das Problem … sind wir. Es ist unser ganzer Lebensstil. Es ist unser Komfort … Es ist der Geiz. Es ist die Bequemlichkeit. ... Und es ist die Trägheit."

Nach Brown sollte der Weg zum Wandel die Mobilisierung der Massen der religiösen und theologischen, aber auch der "prophetischen Sphäre" sein. Die Gesellschaft könne sich nicht nur auf Wissenschaft und Technologie im Kampf gegen den Klimawandel verlassen. Sie müsse die Notwendigkeit mehr "transformierender" Zugänge akzeptieren.

Von daher erklärt sich auch seine offenherzige Stellungnahme, dass man "Gehirnwäsche" für die Förderung weiterer Maßnahmen gegen den Klimawandel benötige.

Vor kurzem unterzeichnete Brown ein Gesetz, das eine dritte, "geschlechtsneutrale" Möglichkeit für Geburtsurkunden und Führerscheine einführte.

Er unterzeichnete 2013 ein Gesetz für erleichterten Zugang zur Abtreibung.

Vor zwei Jahren unterzeichnete er ein Gesetz, das den ärztlich unterstützten Selbstmord legalisiert, und eine Vorlage, die am Lebensschutz orientierte Schwangerenberatungsstellen schikanieren soll.

Heuer unterzeichnete Brown ein Gesetz, das Mitarbeiter an Betreuungseinrichtungen mit dem Gefängnis bedroht, wenn sie das künstliche "Transgender"-Pronomen verweigern und die Patienten mit ihrem biologischen Geschlecht ansprechen(!).

Diese Vorgänge erinnern an den in George Orwells 1984 vorgezeichneten politischen Totalitarismus, der seinerseits durch sprachlichen Totalitarismus vorbereitet worden ist ("Neusprech"). Man kann sie als Wahnsinn konstatieren. Oder als "Gehirnwäsche".

Sie sagen es ohnehin schon ganz offen. Jerry Brown ist übrigens Katholik.

Der Vatikan – neuerdings Treibhaus totalitärer Ideologien

Dass man im Vatikan die Treue zum Allmächtigen durch die Unterwürfigkeit unter die Mächtigen ersetzt hat, ist an den skandalösen und unwidersprochenen Aussagen, wie sie von Gouverneur Brown getätigt werden, leicht zu erkennen. Die genannte Konferenz trug zudem einen Titel, der an ein New-Age-Event denken lässt: "Gesundheit der Menschen, Gesundheit des Planeten und unsere Verantwortung: Klimawandel, Luftverschmutzung und Gesundheit".

An der Konferenz nahmen außer Gouverneur Brown Vertreter mächtiger Organisationen teil, die Empfängnisverhütung, Abtreibung, Klimawahn, zwangsweise Bevölkerungskontrolle, Bevölkerungshalbierung bis 2050 (!) und andere totalitäre politische Maßnahmen befürworten. Man muss sie so bezeichnen. Denn ohne Diktatur sind diese Ziele nicht zu erreichen. Besonders notorisch ist Jeffrey Sachs vom Earth Institute der Columbia University. Sachs leitete 2006 das "Millennium Project", das leichteren Zugang zu "sicherer" Abtreibung forderte (https://www.lifesitenews.com/news/photo-directory-of-population-controllers-influencing-the-vatican).

Das alles richtet sich bekanntlich gegen die Gesetze Gottes und gegen die Freiheit der Menschen.

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken: Die "Gehirnwäsche" war schon im "Lehramt" angekommen

Das Pontifikat von Papst Franziskus ist – nach allgemeinem Kenntnisstand der Kirchengeschichte – die größte Katastrophe der Papstgeschichte. Viel Unrühmliches ist schon vorgekommen in 2.000 Jahren, besonders im persönlichen Lebensstil mancher Päpste und in den Umständen ihrer Wahl. Auch dogmatische Unschärfen waren in einigen, sehr wenigen Fällen darunter. Niemals hat jedoch ein Papst die Substanz des Glaubens und der Moral direkt angegriffen. Und niemals hat sich ein Papst den Machthabern dieser Welt mit deren sinistren Plänen dermaßen unterwürfig angedient.

Es ist sinnlos, für die abscheuliche Konferenz von Anfang November irgendwelche nachgeordneten Stellen verantwortlich zu machen.

Kurienbischof Marcelo Sánchez Sorondo, ein Argentinier, ist Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften und der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften. In ersterer Funktion war er der Hauptverantwortliche für die Konferenz. Es ist völlig ausgeschlossen, dass er nicht im Einverständnis mit dem Papst gehandelt haben könnte (https://www.katholisches.info/2017/08/marcelo-sanchez-sorondo-der-politische-arm-des-papstes-spross-der-oberschicht-der-den-geruch-seiner-herkunft-loswerden-will/).

Denn in einem hierarchischen System ist der Oberste klarerweise der Letztverantwortliche.

Papst Franziskus hat durch seine Personalpolitik und durch seine Propaganda ("Verkündigung" kann man diese Wortwuste ja nicht nennen) diese Abwegigkeiten möglich gemacht.

Hier ist die Parallele zur "Gehirnwäsche" des Gouverneurs Brown zu finden: Die langen, mühsamen und oft widersprüchlichen Lehrschreiben des Papstes und seine überlangen Interviews haben nicht den Zweck zu lehren, sondern zu programmieren.

Seit vier Jahren findet eine "Gehirnwäsche" innerhalb der Katholischen Kirche statt. Das jüngste Beispiel: Der Papst und seine Parteigänger weisen immer wieder darauf hin, dass man das nachsynodale Schreiben Amoris laetitia wohlwollend, genau und aufmerksam lesen und aufnehmen müsse. "Aber nicht in seiner desaströsen Tragweite verstehen dürfe", so könnte man ergänzen.

Dieser schlimme Text hat genau wie die anderen des gegenwärtigen Pontifex (etwa Evangelii gaudium und Laudato si‘) eine verwirrende und hypnotische Wirkung.

Genau so soll das oberste kirchliche Lehramt nicht ausgeübt werden!

Damit schließt sich der Kreis zur Forderung nach "Gehirnwäsche" durch einen hochrangigen Politiker ausgerechnet in einer vatikanischen Liegenschaft.

"Gehirnwäsche", Einschüchterung und das Schweigen der Vielen

Die Konferenz fand übrigens in der Casina Pio IV in den Vatikanischen Gärten statt. In der Nähe wohnt bekanntlich Papst emeritus Benedikt XVI. Was sagt dieser eigentlich zu dem Spuk, der ja nun schon länger dauert? Was sagen die Mitglieder des "Ratzinger-Schülerkreises", etwa Kardinal Christoph Schönborn? Was sagen diejenigen, die sich "Benedikt XVI." gar so beflissen als Etikett aufgeklebt haben, etwa die Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz? Was sagen die unabhängigen katholischen Medien, die ja nicht an bischöfliche Weisungen gebunden sind? Und gibt es in den offiziellen und offiziösen katholischen Medien, Verbänden und Einrichtungen wirklich niemanden, der hier den Mund aufbringt?

Tiefes Schweigen.

Mit der "Gehirnwäsche" gingen offensichtlich massive Einschüchterung und Selbstzensur einher. Es passt alles zusammen.

Zu viele hatten die Verwirrung der letzten Jahrzehnte betrieben oder ihr nichts entgegengesetzt. Jetzt wird die Rechnung präsentiert.

Immerhin wissen wir jetzt auch offiziell, dass es für das Durchsetzen des Bewusstseins vom "menschengemachten Klimawandel" der Gehirnwäsche bedarf.

Wolfram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Katechist, Lebensschützer, Unterzeichner der Correctio filialis de haeresibus propagatis (http://www.correctiofilialis.org/de/signatories/)

Neues Filmprojekt

Kaplan Johannes Maria Schwarz hat ein neues Mega-Film-Projekt erschaffen. Heute ist Premiere im Internet, eine Serie über Islam & Christentum. Bericht dazu hier: http://www.kath.net/news/61595.

Die ersten beiden Folgen sind auf kathTube zu sehen:http://www.kathtube.com/player.php?id=44153 und http://www.kathtube.com/player.php?id=44154